Überleben mit Struktur

Regeln und Rituale

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Egal, ob du deine Kinder bisher nur bis mittags in der Kita hattest und dann die Rasselbande bekocht, in den Mittagsschlaf gesungen (bis du- statt sie- eingenickt bist). 

Egal, ob du sie erst um fünf, nach der Arbeit, vom Hort abholen konntest, um noch schnell den Einkauf zusammen zu erledigen. 

Egal, ob ihr als Mama und Papa zwischen Job und Kindern und Haushalt miteinander jongliert habt oder ob du ganz auf dich allein gestellt diese Kunst bewältigt hast: 

Um ein Kind ins Leben zu begleiten, braucht man ein ganzes Dorf, oder? Nur, wie geht das „In Corona-Zeiten“?! 

Jetzt ist Kreativität gefragt. Und eine gute Struktur. Findet heraus, welcher Rhythmus euch hilft, damit ihr das gut übersteht. 

Gebt nicht auf, wenn es nicht gleich gelingt. Wir alle sind Lernende- und Kinder machen nicht, was wir sagen, sondern was wir tun! Also: Lasst sie sehen, was WIR machen, wenns schwierig wird…

Regeln

Wer alleine lebt braucht nicht so viele Regeln. In einem Haushalt mit 6 Personen kann es sein, überall siehst du Schilder mit Hinweisen. Damit alle miteinander gut auskommen können, braucht es Regeln. 

Regeln müssen eingeführt werden: 

  1. Einer aus deiner Familie hat ein Problem? Gib Raum, dass es benannt werden kann. 
  2. Überlegt gemeinsam, ob eine Regel für alle abhelfen kann. 
  3. Besprecht, was geschehen soll, wenn die Regel nicht eingehalten wird. 
  4. Macht die Regel sichtbar für alle und schaut nach einem „Testlauf“,  ob sie sinnvoll ist.


Tipp: Wenn du kleine Kinder UND Teenager hast, hilft es, dass die Großen in einem Wochenplan eintragen, wann sie überhaupt zuhause sind. Das erspart viel Frust und schafft Klarheit für alle. Macht gemeinsame Zeiten sichtbar. Fordert die Teenager heraus, auch ihren Teil zu Hause mitzumachen. Sie wollen es verstehen und Einfluss nehmen können. Und sie wollen wissen, wer ihr seid, wozu ihr steht.

Rituale

Viele Familien haben ihre ganz eigenen Rituale… 

Erklärt euren Kids, warum sie Sinn machen („Warum machen wir das eigentlich?“) und schaut, was ihr altersgemäß anpassen wollt. Manche Rituale

  • werden übernommen (z.B. von Oma und Opa).
  • ergeben sich aus dem Familienalltag (z.B. Hygiene: morgens waschen und Zähne putzen).
  • werden bewusst eingeführt (Wir frühstücken zusammen/ Abends gibts eine Gute-Nacht- Geschichte/ Mittwochs besuchen wir Oma/ Samstags wird geputzt usw.)

Wer hat ein Ritual, was dieses hier toppt?: Abends Kuscheln, Vorlesen und Zeit haben, den Tag loszulassen!

Schaut in dieser geschenkten Zeit, welche Regeln und Rituale ihr als Familie braucht. Jeder wird ernst genommen. An den Grenzen wird verhandelt ;-).

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Regeln und Rituale

Egal, ob du deine Kinder bisher nur bis mittags in der Kita hattest und dann die Rasselbande bekocht, in den Mittagsschlaf gesungen (bis du- statt sie- eingenickt bist).
Egal, ob du sie erst um fünf, nach der Arbeit, vom Hort abholen konntest, um noch schnell den Einkauf zusammen zu erledigen.
Egal, ob ihr als Mama und Papa zwischen Job und Kindern und Haushalt miteinander jongliert habt oder ob du ganz auf dich allein gestellt diese Kunst bewältigt hast:

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